Praxistest: komforthaus Heizkörperthermostat Classic Typ L

Das Heizkörperthermostat Classic Typ L von komforthaus gibt es schon für unter 20 Euro, bietet viele Funktionen und ist besonders leise. Laut Herstellerangaben soll es den Energieverbrauch der Heizung um bis zu 30 Prozent senken sowie kinderleicht zu montieren und zu bedienen sein. Durch die individuelle Programmierung mit zeitgesteuerter Heiz- und Absenkregelung wird automatisches Heizen und Sparen garantiert. Dank der voreingestellten Programmierung ist das Heizkörperthermostat sofort einsatzfähig und die „Fenster-Auf“-Erkennung erlaubt das automatische Absenken der Temperatur beim Lüften. Wie realistisch diese Herstellerversprechungen des nur 9 x 5,8 x 7,1 cm großen und 125 g schweren Gerätes sind, wollen wir hier näher unter die Lupe nehmen.
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Optik und Zubehör

Der erste Eindruck des Heizkörperthermostates ist recht positiv. Das Gehäuse des Classic Typ L ist sehr gut verarbeitet und optisch ansprechend. Bei der Programmierung helfen drei graue Tasten, ein Display und ein praktisches Einstellrad. Das Einstellrad an der Vorderseite ist nicht nur bequem, sondern rastet auch deutlich ein. Am Kunststoffgehäuse befindet sich eine stabile Metallmutter, mit der man das Gerät zuverlässig befestigen kann. Zusätzlich sind verschiedene Adapter in der Packung enthalten. Schauen wir uns also einmal, wie einfach sich das Gerät installieren lässt.

Einfache Installation

Die Installation ist wie bei den meisten Heizkörperthermostaten relativ einfach und genau im Handbuch beschrieben. Dieses fällt vom Format zwar etwas klein aus, ist aber auch für Laien verständlich. Alles, was man zur Montage braucht, ist eine Zange, mit der man den Schraubring hinter dem alten Thermostat löst, nachdem man dieses voll aufgedreht hat. Mit den verschiedenen beigelegten Adaptern passt das Heizkörperthermostat Classic Typ L von komforthaus problemlos auf die meisten gängigen Ventile und nach der Installation kann es nach einer kurzen, automatischen Adaptierfahrt bereits programmiert werden.

Die Programmierung: schon etwas schwieriger

Während die Installation kinderleicht ist – vorausgesetzt die Adapter passen –, stellt sich die Programmierung nicht ganz so einfach dar. Um wirklich zu verstehen, was man wie tut, sollte man das Handbuch gründlich lesen oder bereits viel Erfahrung mit solchen Geräten besitzen. Sollte die Bedienungsanleitung fehlen, verloren gegangen sein oder einfach zu klein sein, kann man sie auch auf im Internet unter www.komforthaus.com aufrufen und bequem auf A4 ausdrucken.
Den Download auf der Herstellerseite finden Sie hier.

Viele Nutzer haben keinerlei Probleme mit der Programmierung und stellen die gewünschten Programme schnell ein. Andere brauchen dafür etwas länger, aber am Ende klappt es eigentlich bei allen.
Wie bei einer Zeitschaltuhr kann man jeden Tag individuell einstellen. Natürlich kann man sich auch auf Werktage oder das Wochenende beschränken und sich so viel Arbeit erleichtern. Pro Tag sind bis zu sieben unterschiedliche, fein gestufte Heizzeiten einstellbar. So ist der entsprechende Raum zum Beispiel schon früh morgens schön warm, wenn man eine kleine Vorlaufzeit eingeplant hat. Während der Abwesenheitszeiten und nachts fährt die Heizung dagegen auf einem Minimum und kann so viel Energie einsparen. Die Minimaltemperatur beim Heizkörperthermostat Classic Typ L von komforthaus beträgt 5 °C).
Mit der rechten Taste kann man diesen Automatikbetrieb unterbrechen und zwei weitere Temperaturen wählen, die bis zum nächsten programmierten Schaltzeitpunkt gelten. Die Boost-Taste dient dagegen der schnellen Erwärmung. Sie öffnet das Ventil für kurze Zeit voll und sorgt so für schnellen Komfort.
Dank der „Fenster-Auf“-Erkennung soll das Thermostat automatisch erkennen, wann gelüftet wird. Dann fährt es die Heizung runter, um Energie einzusparen.
Bei längerer Abwesenheit kann man dagegen den Urlaubsmodus nutzen und die Heizung auf einem stromsparenden Minimum laufen lassen. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, das Thermostat komplett abzuschalten.

Funktionen im Überblick

  • individuelle Programmierung für jeden Tag mit bis zu sieben Heizzeiten pro Tag
  • auf 0,5 °C genaues Einstellen der Temperatur
  • manueller Betrieb
  • Boost-Funktion für schnelles Aufheizen
  • Urlaubsmodus für längere Abwesenheiten
  • Frostschutz-Automatik und Temperatursturzerkennung
  • „Fenster-Auf“-Erkennung für energiesparendes Lüften
  • manipulationssicher durch Kindersicherung

Das Heizkörperthermostat Classic Typ L von komforthaus im Betrieb

Wie viel Energie das Heizkörperthermostat Classic Typ L von komforthaus einsparen kann, hängt stark von den eigenen Gewohnheiten ab. Wer zuvor regelmäßig die Heizung bei offenem Fenster auf Hochtour laufen ließ, wird leicht 30 % einsparen können. Für bewusstere Verbraucher ist dies dagegen schwieriger. Um die 10 % Energieersparnis sind bei Personen mit regelmäßigen Abwesenheitszeiten aber auf jeden Fall drin. Hinzu kommt der große Komfort der durch den Automatikbetrieb garantiert wird.

Während andere Geräte ein Symbol nach der Fensteröffnung anzeigen, erkennt man hier nicht, dass die Ventilschließung erfolgt ist. Zudem ist die „Fenster-auf“-Funktion standardmäßig auf eine Temperaturerkennung von 12 °C eingestellt. Dies funktioniert daher nicht immer – vor allem, wenn die Heizkörper nicht direkt am Fenster stehen oder mit einem breiten Fensterbrett überbaut sind. Man kann aber etwas bei der Temperatureinstellung ausprobieren, um die sinnvolle Funktion doch noch zu aktivieren.

Die Lautstärke des Thermostats ist relativ gering. Das kurze Surren des Stellmotors wird selten als störend empfunden. Damit kann der Einsatz auch in Schlafräumen empfohlen werden.

Einige Nutzer kritisieren, dass die Temperaturangaben nicht mit den Messungen anderer Geräte übereinstimmen. In diesem Fall kann man die Temperaturangabe auch anpassen.

Das nicht kippbare, oben am Thermostat angebrachte Display kann bei Heizkörpern, die sich tief in der Wand befinden oder überbaut sind, als problematisch erweisen, da man es in diesem Fall nicht gut lesen kann. Für diejenigen, die das Heizkörperthermostat Classic Typ L von komforthaus dagegen unten am Heizkörper anbringen müssen, bietet dieses Display dagegen sogar Vorteile.

Pro:
  • günstiger Preis
  • viele Funktionen
  • leiser Betrieb
  • Tasten-/Kindersicherung

Contra:
  • für Anfänger manchmal schwer verständliche Programmieranleitungen
  • „Fenster-Auf“-Funktion funktioniert nicht überall
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Fazit

Bei dem günstigen Preis kann man eigentlich nicht viel falsch machen und gewinnt gegenüber einem herkömmlichen Heizkörperthermostat viel Komfort. Noch günstiger in der Anschaffung sind die Sets für zwei bis fünf Räume. So kann man gleich mehrere Räume mit effizienten Heizkörperthermostaten ausstatten und Geld sparen. Eine Investition, die sich schnell auszahlt und auch in unserem Test wie bei den meisten Nutzern für ein positives Feedback sorgt.

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