Praxistest: Heizkörperregler HR30 Comfort+ von Honeywell

Das programmierbare Heizkörperthermostat HR30 Comfort+ von Honeywell

Mit dem HR30 Comfort+ Heizkörperregler verspricht der Hersteller Honeywell eine neue Weiterentwicklung der erfolgreichen Rondostat Familie. In das Gerät ist die mehr als 15-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von programmierbaren Heizkörperthermostaten eingeflossen. Wie der Name schon zeigt, setzt der Heizkörperregler HR30 Comfort+ auf großen Komfort durch viele Funktionen, ein gutes Design und leichte Bedienbarkeit. Werfen wir also einmal einen näheren Blick auf das Gerät, seine Möglichkeiten und die Praxistauglichkeit.
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Optik und Zubehör des HR30 Comfort+ Heizkörperthermostates

Ein verchromtes Stellrad, drei große Tasten und ein klappbares Display bestimmen den ersten Eindruck des 9,3 x 5 x 6,8 cm großen und 150 g schweren Geräts. Das große, beleuchtete Display erleichtert das Ablesen und Programmieren auch in dunkleren Ecken, während die großen Tasten und das Stellrad praktisch beim Bedienen sind.
Am Kunststoffgehäuse befindet sich ein Verschluss, mit dem man das Gerät am Ventil der Heizung befestigen kann. Für die gängigsten Ventile sind zusätzlich Adapter enthalten.
Schade übrigens, dass die beiden notwendigen AA-Batterien nicht in der Packung beiliegen.

Einfache Installation

Die Installation des HR30 Comfort+ ist wie bei den meisten Heizkörperthermostaten relativ einfach: Altes Thermostat voll aufdrehen und abschrauben und schon kann das neue drauf. Dank der praktischen Rändelschraube kann man den Regler auch per Hand ausreichend fest anziehen. Eventuell ist bei der Installation ein Adapter notwendig, da Ventile keine Standardgröße besitzen. Am besten kontrolliert man schon beim Kauf, ob entsprechende Adapter beiliegen, und fragt im Zweifel beim Verkäufer nach.

Die Programmierung und Funktionen

Ist das HR30 Comfort+ Heizkörperthermostat von Honeywell installiert, müssen nur die Batterien eingelegt, die Uhr- und Heizzeiten eingestellt sowie eine der sechs Sprachen ausgewählt werden. Dann kann das Gerät dank der praktischen Voreinstellungen schon die Heizzeiten bestimmen.
Selbstverständlich kann das Thermostat aber auch individuell geregelt werden. Sechs Schaltzeiten pro Tag bieten dabei recht komfortable Einstellmöglichkeiten und stufenweise Heizperioden. Auf Wunsch kann jeder Tag einzeln programmiert werden, schneller geht es jedoch, wenn man z. B. alle Werktage zusammen einstellt. So können Sie die Heizung bei regelmäßiger Abwesenheit automatisch runterregeln und vor dem Nachhauskommen wieder hochfahren.

Der Eco-Modus spart zusätzlich Energie, wenn sich einmal etwas am üblichen Tagesablauf ändern sollte, während die Partyfunktion für längeres Warmhalten der Heizung bei Besuch garantiert. Die Urlaubsfunktion ist dagegen für längere Abwesenheitszeiten ideal und lässt die Heizung auf dem gewünschten Minimum fahren, damit Ihre Wohnung nicht allzu stark auskühlt, aber trotzdem möglichst viel Energie gespart wird.

Das große, kippbare und beleuchtete Display hilft bei der Einstellung und führt Sie Schritt für Schritt durch die menügeführte Programmierung. Je nach Bedarf zeigt es die gemessene Raumtemperatur oder die Raumtemperatureinstellung sowie den zurzeit gefahrenen Modus. Mit den drei großen Tasten und dem großen Stellrad geht die Bedienung leicht von der Hand. Nur das Stellrad ist teilweise etwas zu leicht drehbar, sodass die Temperaturauswahl etwas Fingerspitzengefühl benötigt.

Praktisch ist die „Fenster-Auf“-Funktion, die Energieverschwendung beim Lüften vermeiden soll. Das Honeywell Thermostat HR-30 erkennt automatisch, wann gelüftet wird, und fährt dann die Heizung herunter. Wird das Fenster geschlossen, wird auch die Heizung wieder hochgefahren.

Der Schutz vor Festsitzen des Ventils ist nützlich, da dies bei Nichtnutzung des Ventils schnell vorkommen kann. Bei der Funktion wird das Ventil einmal wöchentlich vollständig geöffnet und so das Verklemmen des Ventils verhindert.

Die Frostschutz-Automatik vermeidet dagegen das Einfrieren der Heizung. Damit werden Schäden an der Heizung verhindert, wenn Sie längere Zeit abwesend sind.

Funktionen im Überblick:
  • individuelle Programmierung mit sechs Schaltzeiten pro Tag
  • einfacher Schnellstart mit vorprogrammierten Heiz- und Sparzeiten
  • Programmierung für jeden Tag oder Werktag und Wochenende möglich
  • menügeführte Programmierung in sechs Sprachen
  • manueller Betrieb auch bei leerer Batterie
  • Urlaubs-, Party- und Sondertagmodus
  • automatische „Fenster-Auf“-Erkennung mit variabler Einstellung
  • manipulationssicher durch Kindersicherung
  • ECO- und Optimierungsfunktion
  • Anzeigewechsel zwischen gemessener Raumtemperatur und Raumtemperatureinstellung
  • Frostschutz-Automatik
  • Schutz vor Festsitzen des Ventils (kurze, vollständige Öffnung des Ventils einmal/Woche)

Der Heizkörperregler HR30 Comfort+ im Betrieb

Der Funktionsumfang ist beim HR30 Comfort+ deutlich höher als bei den Modellen H20 und H25 aus dem Hause Honeywell. Halten die Funktionen aber auch, was sie versprechen?

Der tatsächliche Spareffekt, der durch das Thermostat erreicht werden kann, hängt wie bei allen Modellen auch vom Nutzerverhalten ab. Das Honeywell Thermostat HR-30 besitzt praktische sechs Schaltzeiten und kann damit gut auf die Bedürfnisse der Nutzer eingestellt werden. Aber nur diejenigen, die vorher regelmäßig vergessen haben, die Heizung herunterzudrehen, wenn sie das Haus verlassen haben, oder gern das Fenster bei hochgefahrener Heizung offenstehen haben, dürften eine Energieersparnis von 30 Prozent erreichen. Dennoch zeigt das Thermostat deutliche Effekte und erhöht vor allem den [b]Komfort beim Heizen[/b], den man ohne ein programmierbares Thermostat nicht hätte.
Da viele Nutzer schon nach relativ kurzer Zeit über Fehlmeldungen oder gänzliches Versagen des HR30 Comfort+ Heizkörperthermostates klagen, wird dieser Spar- und Komforteffekt allerdings deutlich getrübt. Hier zählt wohl auch ein bisschen Glück dazu. Schade bei einem solch höherpreisigen Gerät.

Die „Fenster-auf“-Funktion funktioniert beim Honeywell HR30 anscheinend ganz gut, da man die Temperatur, bei der das Gerät anspringt, selbst einstellen kann. Mit ein bisschen Geduld kann man so also zusätzliche Energieersparnisse erzielen und heizt nicht zur Straße hinaus. Manche Nutzer beklagen allerdings, dass die „Fenster-auf“-Erkennung zu oft anspringt.

Das kippbare und beleuchtete Display, welches sich oben am Gerät befindet, ist besonders praktisch, wenn sich der Heizkörper in Nischen oder großen Fensterbrettern befindet. In manchen Neigungswinkeln kann es aber zu schlechtem Kontrast bei der Anzeige kommen.

Die Lautstärke des Thermostats ist leider nicht optimal. Für empfindliche Personen und Schlafräume kann das Gerät nur bedingt empfohlen werden. Die Geräusche treten allerdings nur dann auf, wenn der Stellmotor bewegt, also die Temperatur geändert wird.

Die Dauer der Batterien, die laut Angaben des Herstellers bei rund 2 Jahren liegt, ist in der Praxis unterschiedlich. Einige Nutzer beklagen, dass ein Wechsel schon nach wenigen Monaten nötig ist, während die Batterien bei anderen durchaus 2 Jahre durchhalten.

Pro:
  • großer Funktionsumfang
  • großes, beleuchtbares und ankippbares Display
  • leichte und intuitive Bedienbarkeit

Contra:
  • Verarbeitungsschwächen und knapper Lieferumfang im Vergleich zum Preis
  • viele Nutzer beklagen häufige Fehlermeldungen oder das komplette Versagen nach relativ kurzer Zeit
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Fazit

Nicht ganz günstig und dennoch einige Mängel. Zwar ist der Funktionsumfang sehr gut, aber die Aussetzer bei vielen Nutzern machen das Gerät nur bedingt empfehlungswürdig. Diejenigen, bei denen das Thermostat jedoch lange funktioniert, können von bequemem Heizen und deutlichen Energiespareffekten profitieren.

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