Heizkörperthermostat wechseln

Step-by-step: So wechseln Sie Heizkörperthermostate

Da mit modernen Thermostaten leicht viel Heizenergie eingespart werden können, ist deren Installation bzw. Wechsel eine gute Möglichkeit, Nebenkosten zu senken. Die kleinen Thermostate bieten auch Mietern die Chance, Energie zu sparen und etwas für die Umwelt zu tun. Alte Heizkörperthermostate auszuwechseln, ist gemäß der Hersteller ganz einfach. So wird die Installation von den meisten Käufern selbst durchgeführt. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, und zeigen die Unterschiede zwischen herkömmlichen Heizkörperthermostaten, zentralen Raumthermostaten und per Funk steuerbaren Systemen.

Heizkörperthermostate austauschen

Heizkörperthermostate unterliegen einem Verschleiß und müssen irgendwann einmal ausgetauscht werden. Neue Thermostatköpfe gibt es schon ab 10 bis 15 Euro. Beim Kauf sollte man allerdings auf die Größe der Ventile achten, denn diese sind nicht genormt. Im Zweifel schraubt man den alten Thermostatkopf ab und nimmt ihn zum Baumarkt oder Sanitärfachmann mit.

Der Wechsel der Thermostatköpfe am Heizkörper kann dabei auch von Laien selbst durchgeführt werden. Alles, was Sie dazu brauchen, ist eine Kombizange und natürlich einen neuen Thermostatkopf. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie der Wechsel geht:

1. Den alten Thermostatkopf lösen
Bevor man den alten Regler löst, sollte dieser voll geöffnet werden. Also so gedreht werden, als ob Sie auf maximaler Stufe heizen möchten. Dies nimmt jeglichen Druck, der erschwerend wirken kann, vom Regler und erleichtert Ihre Arbeit.
Jetzt können Sie mit der Kombizange den Schraubring, mit dem der Thermostatkopf am Ventil befestigt ist, lösen. Dazu drehen Sie ihn gegen den Uhrzeigersinn, bis er ganz locker ist.

2. Den alten Thermostatkopf abziehen
Ist der Schraubring gelöst, kann man den Thermostatkopf abziehen. Einige sind dann bereits ganz locker, aber einige besitzen eine zusätzliche Klemmvorrichtung (z. B. Vaillant). Ein kleiner Ruck genügt aber auch hier, um den Regler auf jeden Fall abziehen zu können.

3. Das Ventil überprüfen
Nutzen Sie den Wechsel des Thermostatkopfs auch dazu, das Ventil zu überprüfen. Lässt sich die Heizung nicht mehr richtig regeln, kann auch hier die Ursache dafür liegen. Vor allem, wenn der Regler sehr selten bewegt wird, neigen Ventile dazu, sich festzusetzen und sich nicht mehr schließen oder öffnen zu lassen.
In diesem Fall können Sie die Kombizange nutzen und den Stift des Ventils greifen, um ihn behutsam zu bewegen. Nach etwas Lockerung sollte der Stift und so das Ventil wieder frei beweglich sein. Dann wird auch der Thermostatkopf seine volle Leistung erbringen können.

4. Den neuen Thermostatkopf anbringen
Bevor der neue Thermostatkopf aufgesetzt wird, sollten Sie beachten, diesen zuvor voll aufzudrehen. Ansonsten schließt man Ventil bereits beim Anbringen des Reglers – was die Sache unnötig erschwert.
Besitzt der Thermostatkopf eine zusätzliche Klemmvorrichtung, schieben Sie ihn mit einem kleinen Ruck aufs Ventil. Dabei sollte die Anzeige, die die Regelstufen des Thermostatkopfes anzeigt, natürlich nach oben zeigen.

5. Den Schraubring wieder festdrehen
Nachdem der Schraubring im Uhrzeigersinn festgedreht wurde, kann die gewünschte Regelung am neuen Heizkörperthermostat vorgenommen werden.

Programmierbare Heizkörperthermostate anbringen

Programmierbare Heizkörperthermostate werden ähnlich installiert. Hier müssen vor der Montage die Batterien eingelegt und das Datum sowie die Uhrzeit eingestellt werden. Danach wird das Heizkörperthermostat im Installationsmodus angebracht. Für verschiedene Ventile bieten die meisten Hersteller kleine Adapter, mit denen die Thermostatköpfe auf die meisten Ventile passen.
Sind die Regler befestigt, müssen sie programmiert werden. Dazu befolgt man die Anweisungen der entsprechenden Hersteller.

Sensoren für Fenster und Türen

Viele programmierbare Thermostate können mit Sensoren für Fenster und Türen verbunden werden, um so zusätzlich Heizkosten einzusparen. Denn sobald Fenster und Türen zum Lüften offen stehen, wird die Heizung automatisch heruntergefahren.
Die Sensoren funktionieren mit kleinen Magneten, die am Fensterflügel bzw. der Tür angebracht werden. Der Sensor selbst wird dagegen so am Rahmen befestigt, dass er mit dem Magneten in Kontakt tritt, wenn das Fenster bzw. die Tür geschlossen ist. So erkennt er die Öffnung eines Fensters und kann die Heizung herunterfahren.

Zur Installation der Sensoren beachten Sie bitte die Installationshinweise des Herstellers. Eventuell ist es notwendig, ein kleines Loch in die Seite des Fensterrahmens zu bohren, um den – in der Regel – runden Magneten besser zu festigen. Wichtig ist, dass das Magnetfeld möglichst nah an den Sensor herankommt, wenn das Fenster geschlossen ist, hundertprozentig parallel müssen sie aber nicht sein. Meistens werden die Sensoren oberhalb des Fensters angebracht. Dort ist er am wenigstens sichtbar und erkennt auch, wann das Fenster in Kippstellung offen ist.

Raumthermostate für die zentrale Steuerung installieren

Um verschiedene Heizkörper und bei Bedarf auch die Klimaanlage zentral zu steuern, sollten Sie Raumthermostate nutzen. Sie gibt es für den Wandaufbau oder die Unterputzmontage. Die Steuerungselemente der Raumthermostate für die Unterputzmontage passen dabei in die meisten Adapterrahmen der gängigen Schalterhersteller und fügen sich so harmonisch in bestehende Schalter- oder Steckdosenreihen ein.

Raumthermostate kann man selbst installieren oder den Dienst eines Fachmanns in Anspruch nehmen. Vor allem bei den Unterputzmodellen ist die Installation durch den Profi sicherlich von Vorteil, da er die Thermostate professionell in die Wand einarbeitet und mit der entsprechenden Sensorik verbindet. Wer die Installation selbst durchführen will, sollte beim Kauf unbedingt darauf achten, zur Heizanlage passende Thermostate zu kaufen, und sich eventuell vom Experten beraten lassen. Einheitliche Installationshinweise können hier nicht gegeben werden.

WLAN- und Funk-Heizkörperthermostate montieren

Funk- und WLAN-Thermostate passen laut Herstellerangaben auf rund 95 % aller Heizsysteme und können in der Regel sowohl Heizkörper als auch Fußbodenheizungen effizient regeln. Mit einigen Systemen lassen sich also auch mehrere Heizkreise in die Steuerung integrieren und optimalen Komfort schaffen. Optimal arbeiten die Systeme aber meist mit modernen Heizanlagen.
Die Preise für Funk-Nachrüstlösungen liegen je nach Größe der Wohnung und Ausstattung bei einigen hundert bis weit über tausend Euro.

Die intelligenten Systeme, die es von verschiedenen Herstellern gibt, können als Ersatz für ein vorhandenes Wohnraumthermostat genutzt oder direkt an den Heizkessel angeschlossen werden. Die Installation kann den Herstellern zufolge selbst durchgeführt werden. Mithilfe der Anleitung, die es beim System von Tado beispielsweise nur online gibt, installiert der Großteil der Nutzer das System selbst. Dabei werden Kabel angeschraubt, Temperatursensoren aufgestellt und ein Gateway an den Internet-Router angeschlossen. Zur Not steht ein Telefondienst zur Verfügung, den man anrufen kann, sollte es Probleme bei der Installation geben.
Ist alles korrekt installiert, kommunizieren die Box und das Gateway anschließend verschlüsselt per Funk. Daher ist es wichtig, dass die dabei genutzte Frequenz nicht von anderen funkgesteuerten Geräten genutzt wird. Denn so könnte es zu Störungen kommen.

Um die Systeme über verschiedene Oberflächen zu steuern, lockt man sich in ein Webportal und meldet sich mit dem entsprechenden Nutzernamen und Passwort an. Bei Tados kann man die vom Hersteller vergebenen Nutzernamen und Passwörter übrigens nicht ändern.
Ist diese Anmeldung erfolgt, kann man das System von überall aus steuern - vorausgesetzt, man verfügt über eine Internetverbindung. Eine Internetflatrate sowie eine gute -verbindung sind daher Grundlage für die optimale Nutzbarkeit eines solchen Systems.
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